Das war das erste, was ich empfand, als ich 1972 für kurze Zeit nominell Stockhausens Schüler wurde, um es eigentlich heute noch "unterirdisch" zu sein: Daß die Sicht offen, die Luft atembar, der Kopf frei wurde. Stockhausen entbindet, er setzt frei; geistige Entfesselung verschafft Freiraum, auch bis ins Persönliche hinein, man kann das erleben, wenn man sich dieser Musik nähert. Es gibt so unendlich viel von Stockhausen geschaffenen Freiraum, daß man sich wundern muß, warum er immer wieder von unfreier Nachahmung oder ebenso unfreier Ignoranz zugestellt wird.